Samstag, 6. Januar 2007

Alle die mehr wollen!

Mit diesem Satz als Hauptmotto fand heute in Stuttgart der FPD-Bundestreffen statt. Ich schaltete die ca 10 Minuten ein, da ich es erst per Zufall erfahren hab, dass dies übertragen wird. (Danke an Phönix dass der letzte Linkspartei-Tag nicht gesendet wurde)
Was sicher nicht so gemeint war, aber man sicher interpretieren kann ist durchaus: Alle die mehr (Geld) wollen!
Und da sind die richtigen Zusammen gekommen. Besser Verdiener und spießige Egoisten die teilweise versuchen tolerant und sozial zu sein aber im Grunde, auch wenn es durch die jetzige Regierungskoalition die Oppositionposition ist, bleibt sie da sie landespolitisch unwichtig und ungewollt ist, der kleine Koalitionsbruder der Union.

Eine dennoch sichere interessante Diskussion um einen Atomausstieg wurde von Westerwelle angestoßen, da er meint, es sei Wahnsinn, da auf der Welt 60 weitere Atomkraftwerke gebaut und 50 genehmigt wurden. So dass es finanziell und energiepolitisch ein falsches Vorhaben sei.

Da wird per neoliberale Parolen gefordert, dass jeder einzelne sich selbst versorgen muss. Der Staat soll weg von seiner sozialen Aufgabe, die er aber schon längst aufgegeben hat. So dass die Besserverdiener sich selbst versorgen können, was sie finanziell sowieso tun, aber dadurch keine Miterantwortung für Sozialschwächere eintreten zu müssen.

Populistischer Law and Order wurde von Westerwelle vorgetragen gegen erster Mai-Randale, Graffitis und ähnlichem. Sicher kann darüber diskutiert werden mit verschiednen Auffassungen aber dass eine ehemalige freiheitlich-liberale Partei solche Ansichten hat schockiert.

Zur Belustigung drehte er die Globalisierung sohin, dass man die Werte und soiziale Struktren in diese Länder übertragen könnte. Man könnte dies ja als wirtschaftlicher Kolonialismus sehen. Aber das Beste kam, als meinte er Deutschland sollte die guten Verbindungen aus der Vergangenheit zu Südamerika nutzen (hab ichw as verpasst?). Eine Partei, die sich gegen sämtliche soziale Bewegungen stellt und somit sozialistsiche Ansätze ablehnt, möchte mit Ländern zusammen arbeiten in denen diese politisch-gesellscahftliche Zustände aufgebaut werden. Total widersprüchlich.

Ein Pluspunkt wenigstens gab es von mir für die Ansichten dass man keine Auslandseinsätze vollziehen sollte, dass militärische Einsätze nur das letzte (für mich eher gar keins) Mittel sein sollte. Er rügte zu recht das Afghanistanabenteuer.

Da ich weiter lernen wollte, habe ich ausgeschaltet. Da ich sicher politisch rein gar nichts verpasst habe.
Ich hoffe nur dass diese Partei neben den Grünen in der Zukunft an Bedeutung verliert.
redblog - 7. Jan, 16:58

ja, deutsche hatten gute beziehungen zu lateinamerika. da gabs zum beispiel einen herren, nennen wir ihn mal franz josef strauss, der von pinochet begeistert war. waren viele deutsche mainstreammedien ja auch.
viele deutsche die nach mittelamerika ausgewandet sind und mit dem kaffeeanbau begannen, haben ihre arbeiter ausgebeutet. vieleiicht meinte er ja das damit.
oder die guten beziehungen der deutschen rechten zur rechten in venezuela. oder die grossen deutschen konzerne, die arbeiter ausbeuten und natur zerstören, ....

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